In der letzten Zeit war es an vielen Orten extrem heiß. Das hat bei vielen Pflanzen, Sträuchern und Heckenpflanzen zu Verbrennungsschäden geführt. Und zwar auch ganz ohne zusätzliche Ursache wie Schneiden oder Düngen, sondern einfach nur durch die Hitze.
Wer eine Hecke voll in der Sonne stehen hat und kurz vor dieser Hitze noch geschnitten hat, wird wahrscheinlich mit extremen Verbrennungsschäden zu tun haben. Aber wie gesagt: Die Hitze war teilweise so extrem, dass es dafür nicht einmal einen Schnitt gebraucht hat. Aber wie bekommt man eine Hecke oder einzelne Pflanzen nach solchen Hitzeschäden wieder grün? Und was sollte man vor allem nicht tun?
Nicht plötzlich extrem oft gießen!
Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Pflanzen können kein Wasser aufnehmen, wenn der Boden klatschnass ist.
Im Gegenteil: In einem nassen Boden fehlt im Wurzelbereich Sauerstoff. Dadurch schalten die Wurzeln teilweise auf anaerobe Atmung um und schließen, bildlich gesprochen, die Türen für Wasser und Nährstoffe. Dann hat man mit dem vielen Wasser ein Problem geschaffen, das um ein Vielfaches schlimmer sein kann als die Verbrennung selbst. Die Überreaktion auf Verbrennungsschäden sorgt also oft für die eigentlichen Probleme.
Natürlich muss man gießen. Aber zwischen den Wassergaben muss der Boden auch wieder luftiger werden können, damit Sauerstoff verfügbar bleibt und die Pflanze ihre Wurzeln nicht für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen schließt. Auf einem durchschnittlichen Boden reicht einmal pro Woche gießen meistens aus – dann aber richtig viel, siehe nächster Abschnitt. Das gilt auch bei Hitze. Auf sehr leichten Sandböden kann es bei extremen Temperaturen nötig sein, einmal öfter zu gießen. Übrigens ist selbst einmal pro Woche bei gut trainierten Hecken nicht immer nötig, auch nicht bei Hitze. Gut trainiert ist eine Hecke, die nach unserer Gießanleitung Wasser bekommen hat.
Wenn Sie gießen, dann richtig viel!
Wenn man nur periodisch gießt, dann aber wirklich ordentlich, erreicht man die beste Zwischenlösung. Die obere Bodenschicht bekommt Zeit, wieder zu trocknen und luftig zu werden. Tiefer im Boden bleibt es trotzdem feucht. Die Pflanze behält dadurch Zugang zu Sauerstoff und zu Wasser. Genau das ist das Ziel.
Mit „viel“ meinen wir in der Regel etwa 15 Liter Wasser pro Höhenmeter und pro halben laufenden Meter Hecke.
Unkrautvlies, Rindenmulch, Kies und ähnliche Bodenabdeckungen – ein Problem!
Was wir in den letzten Jahren immer öfter sehen: Der Boden rund um Hecken und Pflanzen ist mit allem Möglichen abgedeckt. Mit Unkrautvlies, Rindenmulch, Pinienrinde, Kies oder anderen Materialien.
Meistens machen Menschen das gegen Unkraut. Als Nebeneffekt hoffen sie, dass der Boden schön feucht bleibt. Was dabei aber oft entsteht, ist vor allem ein sauerstoffarmer Boden, der kaum noch atmen kann. Natürlich kann theoretisch noch Luft hindurch, aber in der Praxis gelangt deutlich weniger Luft in den Boden als unter natürlichen Bedingungen.
Wenn die Abdeckung dazu auch noch schwer ist, zum Beispiel Kies, wird die Luft sogar regelrecht aus dem Boden gedrückt. Kippt man dann bei Hitze noch ordentlich Wasser darauf – was bei dieser Hitze natürlich nötig sein kann – dann wird der Boden noch dichter. Die Pflanzenwurzeln bekommen zu wenig Sauerstoff und die Pflanzen ersticken gewissermaßen im eigenen Wurzelbereich.
Mit so einer Bodenabdichtung wird es auch sehr schwierig, bei Hitze überhaupt noch richtig einzugreifen. Denn solange die ganze Abdeckung liegen bleibt, kann fast alles, was man gut gemeint macht, auch falsch ausfallen.
Ich wollte das hier ausdrücklich erwähnen, weil wir genau das immer häufiger schiefgehen sehen.
Regeneration: Heckenkraft Sommer-Hitzeschutz Set
Die oben genannten Abschnitte sind wichtiger als dieser hier, denn das richtige Gießen ist in dieser Situation das Allerwichtigste.
Trotzdem ist das Heckenkraft Sommer-Hitzeschutz Set ein sehr gutes Hilfsmittel, um Ihre Hecke wieder in die richtige Richtung zu bringen.
Der HK-Erholungsteil hilft dabei, Nährstoffe unter Umständen verfügbar zu machen, unter denen normalerweise kaum Aufnahme möglich ist. HK-Sommer sorgt zusätzlich für eine sehr milde Versorgung mit Nährstoffen.
Diese Milde ist der Schlüssel. Gerade im Sommer ist das sehr wichtig. Selbst 100 % organische Dünger können unter solchen Bedingungen noch zu stark sein, weil sie viel Ammonium und Salze enthalten können. Bei Heckenkraft ist das nicht der Fall, wodurch die Anwendung sicher ist.
Das bedeutet aber nicht, dass der Erfolg garantiert ist. Eine starke Verbrennung kann im Nachhinein sehr mitfallen und vor allem optisch ärgerlich sein. Es kann aber auch sein, dass die Pflanze bereits am Absterben ist. In diesem letzten Fall ist die Chance auf Erholung sehr klein.
Sicher feststellen lässt sich das leider nicht immer sofort. Erwarten Sie außerdem kein Ergebnis innerhalb eines Tages. Wenn Erholung möglich ist, kann es leicht fünf Wochen dauern, bis das auch oberirdisch sichtbar wird.
Haben Sie kürzlich noch mit einem anderen Dünger (zum Beispiel Bittersalz) gedüngt, bringen Sie jetzt am besten nur Heckendünger Erholung aus.
Heckenkraft Newsletter
Viermal pro Jahr schreiben wir einen saisonbezogenen Newsletter für Heckenpflanzen. Wenn extreme Wetterbedingungen aufgetreten sind oder erwartet werden, geben wir zusätzlich die bestmöglichen Tipps, um Hecken dagegen zu wappnen.
Die Inhalte beruhen auf praktischer Erfahrung aus der Baumschulbranche und sind keine austauschbaren Standard- oder KI-Texte. Wir trauen uns zu sagen, dass wir damit schon Hecken gerettet haben.
Haben Sie auch Interesse an unserem Newsletter?

